Neuwahl des Vorstandes der Frauen Union der CDU Wilhelmshaven
WILHELMSHAVEN/TIN – „Mein Team steht“, hatte Silke Teske Anfang dieser Woche im Vorfeld der Wahl gesagt. Seit Donnerstagabend ist sie nun die neue erste Vorsitzende der Frauen-Union in Wilhelmshaven. „Ich weiß, dass ich in sehr große Fußstapfen trete und enorme Verantwortung trage“, sagte sie. Ihr Team, bestehend aus der zweiten Vorsitzenden Byrte Janssen, Schatzmeisterin Sonja Knura, Schriftführerin Barbara Jung sowie den Beisitzerinnen Anke Janssen, Barbara Kispel, Brigitte Klee, Karin Siemsen, Annegret Wolter und Astrid Zaage kann jetzt aus den Startlöchern heraustreten und gemeinsam mit Silke Teske loslegen.
Eine Versammlung sei bereits geplant, umdie ersten Schritte zu besprechen, sagte Teske am Donnerstag. Insgesamt nahmen 104 stimmberechtigte Frauen an der Wahl teil. Zum Sieg waren mindestens 53 Stimmen nötig. Silke Teske bekam 59. 43 Stimmen gingen an Doris Evenburg.
Teske hat Ursula Biester über Monate begleitet, um ihre Aufgaben als FU-Vorsitzende kennenzulernen und zu wissen, was auf sie zukommt. Die 49-Jährige galt somit im Vorfeld als Wunschkandidatin des bisherigen Vorstandes. Ursula Biester, die die Frauen-Union zehn Jahre lang geleitet hat, war nicht mehr zur Wahl angetreten, ebenso wie der gesamte bisherige Vorstand. Eine Woche vor dem Wahltermin tauchte dafür aber überraschend eine zweite Bewerberin für das Vorstandsamt auf. Doris Evenburg meldete ihr Interesse an. Die Unternehmensberaterin wollte die Frauen-Union auf neuen Wegen in die Zukunft führen. Auch sie habe eine Gruppe Frauen zusammengestellt, die sie bei ihrer Arbeit unterstützen wolle, sagte sie während ihrer Vorstellungsrede. Wer das allerdings sein sollte, mochte sie nicht verraten. „Erst nach der Wahl.“ Soweit kam es dann nicht. Evenburg unterlag Silke Teske am Ende mit 43 zu 59 Stimmen.
Das Interesse an der Versammlung war – wie bei Veranstaltungen der Frauen- Union gewohnt – sehr groß. 105 Frauen waren ins Hotel am Stadtpark gekommen, um über die Zukunft der FU mitzubestimmen. Ursula Biester hielt am Donnerstagabend ihren letzten Rechenschaftsbericht als FU-Vorsitzende. Sie blickte auf zahlreiche interessante Veranstaltungen mit hochkarätigen Gastrednern in den vergangenen zwei Jahren zurück. Auch der alljährliche Stand beim JadeWeserPort- Cup, die ehrenamtliche Mithilfe mehrerer Mitglieder im Störtebeker Park sowie die Treffen der Frauen, um Spielplätze in der Stadt zu säubern, blieben nicht unerwähnt. Ebenso wenig die Fahrten zu Delegiertenversammlungen oder Reisen auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Hans-Werner Kammer nach Berlin. „Die Frauen-Union ist ein bisschen wie mein Kind. Wir haben viel gearbeitet und viel Spaß gehabt. Aber heute sage ich: Zehn Jahre sind genug“, verabschiedete sich Biester von „ihren Mädels“, wie sie es nannte. Für ihre geleistete Arbeit erntete sie viel Applaus.Mit einer Rose für jedes ihrer Vorstandsmitglieder bedankte sich Biester für das Vertrauen. Und auch die ließen es sich nicht nehmen, Blumen zu überreichen.
Als Gastrednerin war Dr. Eva Möllring zu Gast bei der Versammlung. Die Vorsitzende der Frauen-Union in Niedersachsen lobte das Engagement Ursula Biesters. Sie wisse, dass die Frauen-Union in Wilhelmshaven sehr gut aufgestellt sei und deren Veranstaltungen stets sehr guten Zuspruch fänden. „Dass ich hier bin, soll auch meine Wertschätzung ihrer Arbeit ausdrücken“, sagte sie. Möllring warb dafür, sich als Frauen-Union als Anwalt der Frauen zu verstehen, die politische Anliegen haben. Hier sollten wechselnde politische Themen diskutiert und in die Debatte gebracht werden. In ihrem Grußwort nannte die Landesvorsitzende drei Ziele der FU. Erstens: Mehr Frauen in Position bringen. Zweitens: Technischen Unterricht von der Grundschule bis in die weiterführenden Schulen in den Lehrplan integrieren. Nur so sei es realistisch, dass sich künftig mehr Mädchen und junge Frauen für technische Berufe entscheiden würden. Drittens sprach sich Möllring im Namen der FU gegen das geplante Betreuungsgeld aus. Zwar solle man Eltern, die ihre Kinder Zuhause betreuen, unterstützen, aber nicht in Form einer Pauschalzahlung. Statt dessen schlägt die FU vor, den betroffenen Eltern Weiterbildungen zu finanzieren, damit sie nach der Elternzeit problemlos wieder in den Beruf einsteigen können.
(C) Wilhelmshavener Zeitung 28.01.2012
eingepflegt am: 28.01.2012













